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Qigong im Alltag üben – auch wenn du dir noch nicht sicher bist


Eine Brücke führt aus einen Bambushain nach draußen,

Viele Schüler stellen mir dieselbe Frage:„Wie kann ich Qigong im Alltag üben, wenn ich mir noch nicht sicher bin, ob ich es richtig mache?“


Diese Frage ist verständlich – und sie zeigt bereits etwas Wichtiges: Achtsamkeit.

Gleichzeitig kann genau diese Achtsamkeit zu Unsicherheit werden, wenn sie dazu führt, dass man gar nicht mehr übt.

Üben ist wichtiger als korrekt sein


Qigong ist kein Leistungssystem.

Es ist kein Test, den man besteht oder nicht besteht.

Im Qigong geht es nicht darum, Bewegungen möglichst korrekt zu reproduzieren, sondern darum, in Kontakt mit dem eigenen Körper zu kommen.


Nicht-Üben aus Angst vor Fehlern ist langfristig hinderlicher als:

  • unvollständige Bewegungen

  • unsaubere Übergänge

  • ein Gefühl von „noch nicht ganz stimmig“


Der Körper lernt nicht durch Perfektion, sondern durch Wiederholung in Ruhe.

Der Körper findet seinen Weg – wenn man ihm Raum gibt


Viele Prozesse im Körper laufen nicht bewusst ab:

  • Gleichgewicht

  • Spannungsregulation

  • Atmung

  • Koordination


Diese Fähigkeiten entwickeln sich nicht durch Korrigieren im Kopf, sondern durch Zeit und Erfahrung.


Wenn du ruhig übst, ohne dich zu bewerten, beginnt der Körper:

  • unnötige Spannung loszulassen

  • Bewegungen feiner zu organisieren

  • seinen eigenen Rhythmus zu finden


Das geschieht oft erst nach der Übung, nicht währenddessen.

Vertraue deinem Bauchgefühl


Ein wichtiger Kompass im Qigong ist nicht der Verstand, sondern das Körpergefühl.


Fragen, die hilfreicher sind als „Mache ich es richtig?“:

  • Fühlt sich die Bewegung ruhig an?

  • Kann ich dabei atmen?

  • Wird mein Körper nach der Übung weicher oder klarer?


Wenn sich etwas grundsätzlich stimmig anfühlt, bist du auf einem guten Weg – auch wenn die Form noch nicht perfekt ist.


Das Bauchgefühl ist kein Zufall.

Es ist die Wahrnehmung des Körpers.

Alltag heißt: kleine Räume, keine Bühne


Qigong im Alltag muss nicht aussehen wie im Unterricht.


Alltag bedeutet:

  • wenig Platz

  • wenig Zeit

  • keine perfekte Vorbereitung


Das ist kein Nachteil – sondern eine Qualität.


Ein paar ruhige Bewegungen:

  • morgens nach dem Aufstehen

  • abends vor dem Schlafen

  • zwischendurch als kurze Pause


sind oft wirkungsvoller als seltene, lange Übungseinheiten mit innerem Druck.

Erlaube dir, nicht alles „richtig“ zu machen


Gerade am Anfang ist es wichtig, sich Spielraum zu geben:

  • Bewegungen dürfen kleiner sein

  • Abläufe dürfen verkürzt sein

  • Pausen dürfen länger sein


Qigong ist kein starres System.

Es passt sich dem Menschen an – nicht umgekehrt.


Wenn du dir erlaubst, unvollkommen zu üben, entsteht mit der Zeit:

  • mehr Sicherheit

  • mehr Vertrauen

  • mehr innere Ruhe

Ruhe ist der Lehrer


Im Qigong ist die Ruhe kein Zustand, den man erreicht.Sie ist der Raum, in dem Lernen geschieht.


Wenn du ruhig übst:

  • lernt der Körper

  • sortiert sich die Bewegung

  • klärt sich die Wahrnehmung


Oft merkt man erst im Nachhinein:

„Irgendwie fühlt sich das jetzt stimmiger an als vorher.“

Das ist der Weg.

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