Warum deine schrägen Bauchmuskeln im Kung Fu der wahre Schlüssel zur Power sind
- Shifu Peter

- 31. Okt. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 4 Tagen

Nur mit einer starken Mitte stehen wir auch stark im Leben.
Einführung: Mehr als Muskelkraft – das Geheimnis innerer Stärke im Kung Fu
Im Kung Fu entsteht wahre Kraft nicht allein durch Muskelmasse, sondern durch das harmonische Zusammenspiel von Körper, Geist und Energiefluss.Eine zentrale Rolle spielt dabei die Körpermitte – insbesondere die schrägen Bauchmuskeln, die häufig unterschätzt werden.
Sie verbinden Beine und Oberkörper, Stabilität und Beweglichkeit.Damit sind sie eine entscheidende Kraftquelle für nahezu jede Technik
⚡ Die Körpermitte als Kraftzentrum: Was deine schrägen Bauchmuskeln leisten
Im traditionellen Kung Fu heißt es:
„Die Kraft entsteht aus der Erde, wird durch die Beine geführt, von der Hüfte gelenkt und durch die Hände ausgedrückt.“
Diese Kraftkette funktioniert nur, wenn die Mitte stabil und kontrolliert arbeitet.
Die schrägen Bauchmuskeln (Musculi obliqui externi et interni abdominis) ermöglichen genau das: stabile, effiziente Rotationsbewegungen.
Ihre Aufgaben im Kung Fu:
Übertragung der Kraft von den Beinen in den Oberkörper
Kontrolle der Hüftrotation bei Schlägen und Tritten
Schutz der Wirbelsäule und Unterstützung der Haltung
Speicherung und Freisetzung elastischer Energie bei explosiven Bewegungen
Kurz gesagt:
Ohne aktive schräge Bauchmuskeln verpufft die Energie – mit ihnen entsteht präzise Explosivkraft.
Die Basis jeder Technik: Stabile Stellung und dynamische Mitte
Ein starker Kern braucht ein solides Fundament.
In Stellungen wie Ma Bu (Pferdestand) oder Gong Bu (Bogenstand) arbeiten Beine und Rumpf zusammen, um Verwurzelung und Stabilität zu erzeugen.
Erst aus dieser Basis kann sich die Rotationskraft der schrägen Bauchmuskeln voll entfalten.
Die Balance zwischen Stabilität und Beweglichkeit unterscheidet saubere Technik von wirklicher Meisterschaft.
So wirken die schrägen Bauchmuskeln in der Praxis

Die schrägen Bauchmuskeln sind eine der wichtigsten Kraftquellen im Kung Fu:
Fa Jin (Explosivkraft): Hüftrotation aktiviert die schräge Bauchmuskulatur und entlädt gespeicherte Energie im Schlag.
Abwehrtechniken: Eine stabile Mitte ermöglicht Umlenken und Absorbieren von Kraft, ohne die Balance zu verlieren.
Tritte: Die schräge Bauchmuskulatur stabilisiert den Oberkörper, während die Beine frei und präzise arbeiten.
Diese Kontrolle entsteht nicht durch rohe Muskelkraft, sondern durch bewusste Spannung, Koordination und innere Verbindung.
Drei effektive Übungen für starke schräge Bauchmuskeln
1. Stehende Rumpfrotationen im Gong Bu
Bogenstand, Hände vor der Brust.
Oberkörper langsam links und rechts drehen, Hüfte bleibt stabil.
→ 20 Wiederholungen je Seite
Ziel: Hüftkontrolle und Kraftübertragung
2. Seitstütz mit Hüftrotation
Seitstütz auf dem Unterarm.
Hüfte absenken und wieder anheben.
→ 10–15 Wiederholungen je Seite, 2–3 Sätze
Ziel: Seitliche Rumpfstabilität und Balance
3. Dynamischer Ma Bu mit Rumpfdrehung
Tiefer Pferdestand.
Oberkörper abwechselnd rotieren, Hüfte bleibt geerdet.
Ziel: Verbindung von Erdung und Rotation
Fazit: Die wahre Power liegt im Zentrum
Die schrägen Bauchmuskeln sind mehr als nur „Seitmuskeln“.
Sie sind die energetische und biomechanische Brücke zwischen Stand und Technik.
Wer seine Mitte trainiert, trainiert die gesamte Kraftlinie – von den Füßen bis in die Fingerspitzen.
Ein starkes Zentrum ist kein Nebenprodukt des Trainings.
Es ist sein Kern.










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