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Entstehung des Nei Long Kung Fu

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Moosbewachsene Steintreppe im Wald, die im warmen Licht nach oben führt und symbolisch den Weg von alten Kung-Fu-Traditionen hin zu innerer Entwicklung und Erneuerung darstellt.

Nei Long ist aus einer langjährigen Praxis im Kung Fu entstanden.


Seine Wurzeln liegen in den Shaolin-geprägten Systemen, wie sie im Westen unter anderem im Hap Kune Do vermittelt wurden.


Der Weg dieses Kung Fu führte von China über Taiwan nach England, wo er maßgeblich von Dave Lee geprägt und strukturiert wurde. In dieser Phase lag der Schwerpunkt vor allem auf den äußerlichen Aspekten der Kampfkunst: Technik, Härte, Kondition, Durchsetzungskraft und funktionaler Anwendung.


Diese Ausrichtung entsprach dem Zeitgeist und dem westlichen Zugang zur Kampfkunst.

Kraft wurde über Belastung entwickelt, Fortschritt über Schmerz und Ausdauer definiert – nach dem Prinzip „no pain, no gain“.


So wurde dieses Kung Fu in England und später auch in Deutschland vor allem als hartes, äußeres System vermittelt.


Aus dieser Praxis heraus entstand mit der Zeit der Wunsch nach einer tieferen Auseinandersetzung mit innerer Struktur, bewusster Kraft, Atmung und Geist.


Dieser Entwicklungsweg wird heute als Nei Long beschrieben

Auch meine eigenen Kung Fu Meister in Deutschland standen in dieser Linie.


Sie gaben das weiter, was sie gelernt hatten: Disziplin, klare Formen, intensive körperliche Schulung und kompromisslose Trainingsmethoden. Diese Schule war fordernd, formend und notwendig. Sie lehrte Standhaftigkeit, Durchhaltevermögen und Respekt vor der Kunst.


Mit zunehmender eigener Praxis und Unterrichtserfahrung zeigte sich jedoch eine tieferliegende Frage.Trotz technischer Präzision und körperlicher Stärke blieben viele Bewegungen spannungsreich. Kraft war vorhanden, doch nicht immer durchlässig. Der Körper funktionierte – aber er floss nicht.

Suche nach der Quelle


Die Suche nach der Quelle führte zurück zu den inneren Prinzipien, die dem ursprünglichen Shaolin Kung Fu immer innewohnten, jedoch im Laufe der Weitergabe in den Hintergrund getreten waren. Atem, Struktur, Verwurzelung, Verbindung der inneren Räume, Geisteshaltung und Kultivierung rückten erneut in den Fokus.

Dieser Schritt bedeutete keine Abkehr vom Hap Kune Do, sondern eine Vervollständigung.


Die äußeren Techniken blieben erhalten, wurden jedoch neu verstanden – nicht mehr als isolierte Bewegungen, sondern als Ausdruck innerer Ordnung. Härte wurde nicht abgelegt, sondern in Weichheit eingebettet. Kraft entstand zunehmend aus Verbindung statt aus Spannung.

Aus diesem Prozess heraus formte sich der Weg des Drachen – Nei Long Kung Fu als innere Ausrichtung und Weiterentwicklung des Hap Kune Do.


Ein Weg, der das äußere Kung Fu ehrt, es aber wieder an seine Wurzeln bindet. Historisch betrachtet war Shaolin nie nur hart oder weich, sondern eine Einheit aus Kampfkunst, Bewegung, Atem und Geist.

Der Drache als Symbol für Wandlung


Der Drache steht in diesem Zusammenhang für Wandlung.


Er bewegt sich frei zwischen Himmel und Erde, zwischen Stille und Ausdruck, zwischen innerer Sammlung und äußerer Klarheit. So verkörpert er ein Kung Fu, das stark ist, ohne hart zu werden – und tief, ohne sich vom Körper zu lösen.


Der Weg des Drachen – Nei Long Kung Fu versteht sich daher nicht als neuer Stil im Sinne der Abgrenzung, sondern als bewusste Rückkehr zu den ursprünglichen Prinzipien des Shaolin Kung Fu.


Ein lebendiger Weg, der aus Erfahrung gewachsen ist und sich mit dem Übenden weiterentwickelt – getragen von Klarheit, Ordnung und innerer Kraft.

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