Die Bedeutung von Wasser für Gesundheit und Leistungsfähigkeit im Kung Fu
- Shifu Peter

- 14. Okt. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 20. Dez. 2025

Wasser ist der Ursprung allen Lebens.
Ohne Wasser gibt es keine Bewegung, keine Wandlung, keinen Weg.
Auch im Kung Fu ist Wasser kein Nebenthema – es ist die stille Grundlage, auf der Kraft, Ausdauer und Klarheit entstehen.
Viele üben Techniken, schulen Kraft und Beweglichkeit, feilen an Formen und Präzision. Doch oft wird vergessen, dass der Körper nur dann frei und lebendig arbeiten kann, wenn sein innerer Fluss erhalten bleibt. Wasser ist der Träger dieses Flusses.
Kung Fu – Training im Wandel von Spannung und Lösung
Kung Fu beansprucht den ganzen Menschen.
Muskeln und Sehnen, Gelenke und Knochen, Atem und Geist wirken gleichzeitig zusammen. Mit jeder Bewegung entsteht Wärme, mit jeder Anspannung verliert der Körper Flüssigkeit. Was nach außen als Schweiß sichtbar wird, ist nach innen ein Verlust an Ausgleich.
Fehlt Wasser, verliert der Körper an Feinheit:
die Bewegungen werden schwer,
die Konzentration trübt sich,
Reaktion und Präsenz lassen nach.
Schon ein geringer Mangel kann spürbare Auswirkungen haben. Der Körper antwortet nicht mehr unmittelbar, Spannungen lösen sich langsamer, und das Training verliert an Qualität. Auf dem Weg der Kampfkunst ist das ein stilles Hindernis.
Wasser – Träger des inneren Gleichgewichts
Der menschliche Körper besteht zu einem großen Teil aus Wasser. Jede Zelle, jedes Gewebe ist auf einen ausgeglichenen Wasserhaushalt angewiesen.
Wasser:
trägt Nährstoffe und Sauerstoff zu den Zellen,
unterstützt die Reinigung über Nieren, Haut und Atem,
schützt die Gelenke durch geschmeidige Schmierung,
reguliert die Körpertemperatur bei Anstrengung.
Fehlt es, entsteht Reibung – im Körper wie im Geist.
Wo Wasser fließt, bleibt Bewegung möglich. Wo es fehlt, entsteht Härte.
Wasser und Qi – der fließende Aspekt des Weges
In der chinesischen Lehre steht Wasser für Anpassungsfähigkeit, Tiefe und Ausdauer.
Es kämpft nicht – und überwindet doch das Harte.
Auch das Qi im Körper folgt diesem Prinzip. Es will fließen, nicht gestaut werden. Ein Körper, dem Wasser fehlt, fühlt sich innerlich blockiert an: Muskeln verhärten, Bewegungen verlieren ihre Weichheit, der Geist wird unruhig.
Wer dagegen ausreichend trinkt, erlebt oft:
fließendere Übergänge,
bessere Verbindung zwischen Stand und Bewegung,
mehr Klarheit und Ruhe im Geist.
Der äußere Fluss unterstützt den inneren.
Wie viel Wasser braucht der Übende?
Es gibt keine starre Zahl, aber es gibt Achtsamkeit.
Vor dem Training: den Körper vorbereiten, nicht austrocknen lassen.
Während des Trainings: regelmäßig kleine Schlucke – nicht hastig, nicht zwanghaft.
Nach dem Training: dem Körper geben, was er verloren hat, damit Regeneration möglich wird.
An warmen Tagen oder bei intensiven Einheiten steigt der Bedarf. Mineralstoffreiches Wasser oder leicht verdünnte Elektrolyte können den Ausgleich unterstützen.
Wasser und Ernährung – zwei Seiten eines Kreislaufs
Auch die Nahrung trägt Wasser. Frisches Obst und Gemüse nähren den Körper nicht nur mit Substanzen, sondern mit Feuchtigkeit und Lebendigkeit.
Stark entwässernde Getränke wie Alkohol, übermäßiger Kaffee oder stark gezuckerte Getränke stören diesen Kreislauf und schwächen die innere Balance.
Der Weg beginnt oft mit einfachen Entscheidungen.
Fazit – Wasser als stiller Lehrer
Ausreichend Wasser zu trinken ist kein Detail, sondern ein Akt der Selbstverantwortung.
Es schützt den Körper, klärt den Geist und unterstützt den Energiefluss. Wer seinen Körper regelmäßig mit Wasser versorgt, lernt, den eigenen Rhythmus zu achten – eine stille Form von Disziplin.
Oder, wie es ein altes chinesisches Sprichwort sagt:
„Wasser ist weich, doch nichts ist stärker –es besiegt das Harte durch Beharrlichkeit.“










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